Freitag, 1. Februar 2013

Ko Samui nach Ko Pha Ngan


Von Ko Samui fahren wir auf die Nachbarinsel Ko Pha Ngan. Was wir an Samui vermissen werden: den Pancake Man, „never try, never know“.


Der Pancake Man fährt mit seiner mobilen Pancake-Station den ganzen Tag die Strandstraße hoch und runter und bietet seine Produkte feil. Seine Pancake-Station ist eine kleine gezimmerte Bude, die auf einem dreirädrigen Motorroller mit Beiwagen beruht. Der Gaskanister steht auf dem Beiwagen und darüber befindet sich die Herdplatte. Die Pancakes kann er bequem vom Sitz seines Rollers aus machen. Ein Nutella-Pancake kostet 40 Baht (= 1 €). Interessanterweise sehen die Pancakes wie breite flache Crepes aus, die er am Ende zu einem Viereck zusammenklappt und mit einem Messer in mundgerechte Stücke schneidet, die mit einem Zahnstocher gegessen werden.

Den Inselsprung machen wir mit einem Boot, das für die ca. 17km etwa 45 Minuten braucht. Der Blick vom Pier zurück auf Samui und unser Hotel:


Vor der Küste:


Ein Ticket kostet 200 Baht, also ca. 5 €. Das wacklige Achterbahngefühl ist gratis und führt bei so manchem Fahrgast zu einem grünen Gesicht. Wir haben keine Probleme damit und genießen die Aussicht! Vielleicht hat das bisschen Segeln auf der wilden Alster in Hamburg einen abgehärtet...

Ngan bedeutet laut Stefan Loose Reiseführer Sandbank. Eine solche zieht sich auf der gesamten Länge der Inselwestküste entlang, was zur Namensgebung „Insel, vor der Sandbänke liegen“ geführt hat. Bei Ebbe soll man sich an das Wattenmeer erinnert fühlen. Bislang können wir das noch nicht bestätigen, es sieht immer noch sehr nach Tropeninsel aus. Es ist aber tatsächlich erstaunlich, wie weit Fischer draußen im Meer noch stehen können. Die Insel wirkt sehr hügelig. Der höchste Berg Khao Ra ist mit 627m datiert. 80 % von Pha Ngan ist mit Regenwald bedeckt, in dem Schlangen und Riesenwarane zu finden sind. Einige der Strände waren lange Zeit (und sind es vielleicht immer noch) nur mit dem Longtail-Boot zu erreichen.

Wir benötigen kein Boot, um unsere in den Hang gebaute Anlage zu erreichen. Laut Karte ist das Hotel nur knapp mehr als 1km vom Bootsanlegeplatz entfernt. Ein gutes Argument für Walter, um Christina davon zu überzeugen, das Songthaew zu sparen und lieber hinzulaufen. So lassen wir die am Bootspier in Schwärmen erschienenen Schlepper und Reisemakler stehen (auch jetzt müssen wir immer noch daran denken, wie angenehm zurückhaltend diese im Vergleich zu ihren indischen Pendants sind!) und marschieren los. Was uns die im Vorfeld auf das Handy heruntergeladene Karte (auf der man sich auch ohne Internetverbindung kostenlos orten und vorher gesetzte Tags anzeigen lassen kann, vgl. citymaps2go; Danke für den Tipp @ Cati und Alex!) leider verschwiegen hat, sind die nicht ganz unerheblichen zu überwindenden Höhenmeter, die zwischen uns und unserem Hotel liegen. Man addiere eine heiße Mittagssonne, vier bepackte Rucksäcke und eine entsprechend gelaunte Christina und man erhält einen nicht ungefährlichen Gemütscocktail. Aber, keine Sorge, wir haben es trotzdem bis zur Anlage geschafft, auch weil einer von uns am Ende drei Rucksäcke getragen und sich über die Geldersparnis gefreut hat! Und der Vorteil ist, wenn man so bepackt und ziemlich verschwitzt an der Rezeption auftaucht, dass man von den besorgten Mitarbeitern zwei (kostenlose) kalte Begrüßungsdrinks erhält.

Den Rest des Tages verbringen wir im Hotel, mit dem wir sehr zufrieden sind. Walter ist begeistert von der spektakulären Aussicht vom Zimmerbalkon und Pool auf das Meer und das im Hintergrund zu erkennende Ko Samui. 



Christina kassiert das Lob, die Nacht für 800 Baht (etwa 20€) gebucht zu haben, während die offiziellen Hotelpreise ab 1500 Baht beginnen. Nach dem ersten Eindruck ist das Zimmer das schönste auf der Reise, da es durch die vielen Fenster sehr hell und inkl. Dusche sehr sauber ist. Der unverputzte Fußboden und das unverputzte Badezimmer passen irgendwie in das Ambiente. 


Am Fuße des Hangs gibt es einen kleinen Strand, den man praktisch für sich alleine hat. 


Man kann vom Zimmer entweder die Treppen nach unten nehmen oder den tagsüber betriebenen Fahrstuhl/Lift. 


Wir fürchten, hier müssen wir noch etwas länger bleiben...

Fazit Tag 30:

Nach einem Monat war es auch endlich mal an der Zeit in einem Pool zu schwimmen.

Was haben wir heute gelernt? Ko Pha Ngan ist Heimat besonders aggressiver Moskitos. Laut den Einheimischen (und dem Infoblatt im Hotelzimmer) sind sie besonders in den beiden Stunden um den Sonnenuntergang aktiv. Vorher und nachher geben sie Ruhe. In den Restaurants werden zu dieser Zeit Räucherstäbchen unter die Tische gestellt, um, vergeblich, die Tierchen vom Essen und vom Menschen fern zu halten. Vorheriges Auftragen von Insektenspray ist also Pflicht.


2 Kommentare:

  1. Hey ihr beiden, wirklich schönes Zimmer und der Pool erst! l.g die Zeller.

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    1. Übrigens bei uns regnet es total, ist kalt und ungemütlich. Und nur weil der Kamin an ist, ist des zu ertragen. ;)

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