Dienstag, 22. Januar 2013

Khao Lak nach Phang Nga nach Krabi


Heute verlassen wir das Amsterdam Resort Richtung Phang Nga, der Tageszwischenstation. Kees ist so freundlich uns zur Bushaltestelle zu bringen. Obwohl seine Bungalows und Zimmer während unserer Zeit hier immer ausgebucht waren, erzählt er auf Nachfrage, dass sich das Halten der Anlage gerade so rentiert. Es sei ein Halbjahresjob. Er verdient nur in den sechs Monaten der touristischen Saison Geld, während er im restlichen Jahr vielleicht nur 1 Bungalow vermietet. Die klimatisch bedingten Renovierungsarbeiten würden das im Winter verdiente Geld schnell verschwinden lassen.

Die Bushaltestelle ist keine. Wir sollen vor einem zweistöckigen gelben Gebäude am Rand der Straße warten und den vorbeifahrenden Bus heran winken. Als Kees schon weg ist fällt uns auf, dass wir gar nicht wissen wie der Bus heißt oder wie er aussieht. Immerhin die Fahrtrichtung steht fest. Nach einigen Minuten kommt ein busähnliches Gefährt angefahren, das auf unser Winken anhält. Die Rucksäcke werden eingeladen, wir bestätigen den Zielort und steigen ein.
Kees hat uns gesagt, dass wir im Khok Kloi Busbahnhof vor der Halbinsel Phuket in einen anderen Bus nach Phang Nga umsteigen müssen. Prinzipiell eine einfach Anweisung. Leider werden natürlich keine Haltestellen durchgesagt oder können von uns gelesen werden. Hinzu kommt, dass der Bus auch einfach mal am Straßenrand stehen bleibt, um Fahrgäste aussteigen zu lassen oder aufzunehmen. Wir sagen dem Fahrer nochmal, wo wir aussteigen wollen und er nickt desinteressiert. Nach 40 Minuten Fahrt geschieht aber das Wunder, dass der Bus anhält, der Fahrer uns zuruft und wir an der Khok Kloi Busstation aussteigen.
Im nächsten Bus sind wir nicht die einzigen Ausländer. Wir lernen ein älteres holländisches Paar kennen, das aus Bangkok kommend nach Krabi fährt und bis nach Kuala Lumpur in Malaysia reisen möchte. An der Abfahrt zur Phang Nga Bay steigen wir aus. Wir wollen eine Bootsfahrt in die Bucht von Phang Nga machen und die Karstfelsen sehen. Dafür müssen wir noch die 5km zum Pier hinter uns bringen. Nach wenigen Metern an der Landstraße werden wir schon von einem Thailänder angesprochen, der uns günstig für 200 Baht hinbringen kann. Aus indischer Erfahrung lehnen wir dankend ab. Das nächste Angebot kommt 100m weiter: 60 Baht und er hat ein Boot, dass mit uns die Tour machen kann.

Am Pier angekommen handeln wir den Ausflugspreis von 2500 Baht auf 1200 Baht für zwei Personen runter (dank Kees hatten wir eine realistische Preisvorstellung) und hatten für die nächsten drei Stunden ein ganzes „Long-tail boat“ für uns alleine.

Long-tail boats sind südostasiatische schmale Langboote, deren Besonderheit die lange Propellerwelle am Heck ist.


Die Bucht von Phang Nga ist ein beliebter Ausflugsort und wartet mit Mangroven bewachsenen Ufern und interessant aussehenden Inseln aus Karstfelsen auf. 





Die bekannteste dieser Inseln ist Khao Ping Kan, die ursprünglich aus einem Felsen bestand und in zwei Teile zerbrochen ist. Vor der Insel befindet sich die kleine „Felsnadel“, die durch den James Bond Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“ berühmt geworden ist. Schon die zweite Sehenswürdigkeit aus einem James Bond Film, den wir beide nicht gesehen haben.


Spannend ist auch der Halt auf Ko Panyi, ein von Moslems bewohntes Fischerdorf, das auf Stelzen steht und vor einen Felsen gebaut wurde. 



Die Einwohner sind vor etwa 200 Jahren aus Malaysia eingewandert. Der Tourismus hat den Fischfang als wichtigste Einnahmequelle wohl abgelöst, so jedenfalls unser Eindruck. Imposant ist der Bau einer riesigen Moschee mitten im Dorf.




Zurück am Pier genehmigen wir uns ein Mittagessen und suchen wieder ein Verkehrsmittel, um zum Phang Nga Busbahnhof zu kommen. Diesmal fahren wir mit einem „Songthaew“. Ein Sammeltaxi, das aus einem alten Pickup gebaut wird. Man überdacht einfach die hintere Ladefläche, fügt zwei Sitzbänke an den Seiten hinzu und sammelt Fahrgäste unterwegs auf, bis das Taxi voll ist. Mit dem Bus vom Busbahnhof fahren wir etwas weniger als 1 ½ h bis wir in einem Vorort von Krabi rausgelassen werden. Jetzt noch einmal mit dem Songthaew und schon sind wir in der Straße, in der wir eines der vielen Hotels für die Übernachtung wählen wollen.

Wir finden ein Doppelzimmer für 450 Baht (= ca. 11 €) für die Nacht und sind von der im Vergleich zu Indien herausragenden Sauberkeit begeistert. Es war eine gute Idee, Indien zuerst zu bereisen :)

Am Abend besuchen wir den bekannten Nachtmarkt in Krabi. 


An der Uferpromenade entsteht jeden Abend nach Sonnenuntergang eine mobile Fressmeile, auf der in Dutzenden von Imbissen günstige thailändische Leckereien für Einheimische wie für Touristen verkauft werden. Wir zahlen 35 bzw. 40 Baht (40 Baht = 1 €) für unsere Hauptgerichte, die sehr gut schmecken.

Plan für morgen: Wir verlassen Krabi schon wieder und fahren mit dem Minivan ab 10:30 Uhr auf die (Halb-?)Insel Ko Lanta, auf der wir uns einen ruhigen und nach Möglichkeit leeren Strand für ein Paar Tage Aufenthalt suchen wollen.

Fazit Tag 20:

Krabi gefällt uns. Eine nette kleine Stadt mit vielen Restaurants und Kneipen.

Was haben wir heute gelernt? Wie interessant das Bus-Innenleben aussieht. Bislang war jeder Bus mit mindestens einem funktionierenden Fernseher ausgestattet, auf dem thailändische Musikclips liefen, die passenderweise den Songtext zum Mitsingen eingeblendet hatten. Die Busse heute waren alle klimatisiert. Die Fahrerkabine ist mit einer Tür vom restlichen Teil abgetrennt. Der Fahrer fährt nur, ein mitfahrender „Schaffner“ hilft beim Gepäck einladen und verkauft bzw. kontrolliert die Tickets.

1 Kommentar:

  1. El golfo: noch ein Fazit: mehr James-Bond-Filme schauen! Die Filmleute wissen schon, wo es schön ist....Tolle Fotos- wir reisen gerne weiter mit!

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