Montag, 28. Januar 2013

Ko Lanta - Tage 4, 5 und 6


Wenn man als flexibler und mit Rucksack ausgestatteter Insel-Hopper so von Insel zu Insel hüpft, fragt man sich nach der Ankunft auf einem Eiland immer relativ schnell, soll man hier bleiben oder finde ich noch eine bessere, eine exotischere? Um diese Frage zu beantworten, liest man in seinem Reiseführer (statt LonelyPlanet lieber Stefan Loose über Thailand) und tauscht sich mit den anderen Insel-Hoppern aus, ob sie noch eine bessere, eine noch exotischere Insel kennen, die noch keine Pauschaltouristen gesehen hat. So kommt man dann auf die Idee vielleicht nach Ko Lipe zu fahren, eine kleine Insel an der Grenze zu Malaysia, die man nur jeden zweiten Tag anfahren und verlassen kann. Der Reiseführer spricht von einem ehemaligen Aussteigerparadies. Doch dann heißt es im nächsten Absatz, dass auch hier mittlerweile der Pauschaltourismus Einzug gehalten hat. Bestätigung von anderen Hoppern. Dann vielleicht auf die ganz in der Nähe gelegene, sehr kleine Insel Ko Mook? Stromversorgung gibt es nur wenige Stunden pro Tag. Das klingt doch schon exotisch. Aber wie soll man dann seinen Blog aktualisieren, so ohne WiFi? Außerdem gibt es dann so wenige Hotelanlagen, das die Übernachtungspreise exotisch hoch werden.

Und dann kommt man auf die verrückte Idee, wieso bleiben wir nicht ein bisschen hier am Klong Jark Beach? Wir sind zwar auf Ko Lanta, aber an unserem Strand ist so gut wie gar nichts los. Keine aufgespannten Sonnenschirme, keine zu mietenden Liegen, wenn man will, kann man beim Sonnenuntergang alleine im Meer schwimmen. Gleichzeitig sind genug andere Gäste da, dass man sich beim Abendessen oder an der Bar auf englisch, deutsch, italienisch oder spanisch austauschen kann. Oder wie ein Brite auf die Frage wie lange er hier bleibe antwortete: „Hm...I don't know, it is easy to stay.“ Das denken wir uns auch und beschließen den 26., 27. und 28. zu bleiben.


Wir genießen die ruhige Bucht, das warme Wasser und essen leckere thailändische Nudel- und Currygerichte. Walter ist überglücklich endlich Leute gefunden zu haben, die mit ihm Beachvolleyball spielen und Christina lernt Banana-Daiquiris zu schätzen. 


Die neue tägliche Routine wird noch mit Skat-Runden mit Cati und Alex und allabendlichen musikalischen Feuerdarbietungen abgerundet.



Die entspannten Tage auf Ko Lanta und speziell am Klong Jark Beach haben unsere Akkus wieder geladen, so dass uns heute wieder das Reisefieber packt. Schließlich ist Ko Lanta nur eine thailändische Insel und wir wollen ja noch das Innere des Festlandes nördlich von Bangkok sehen. Wir entschließen uns, wieder gen Norden aufzubrechen und grob Kurs auf Bangkok zu nehmen. Auf dem Weg dorthin wollen wir aber noch die andere thailändische Küste im Osten sehen, die sogenannte Golfküste. Momentan ist auf Westseite das Wetter besser und an der Golfküste schlechter. Das Internet liefert die Bestätigung: an der Ostküste nur noch 28 Grad und ein bedeckter Himmel. Trotz dieser grausamen Wettervorhersage wagen wir uns daran, morgen das Festland zu überqueren und von Süden beginnend die drei bekannten Inseln an der Golfküste zu bereisen: Ko Samui, Ko Pha Ngan und Ko Tao.

Wir buchen in unserem Hotel für morgen eine Fahrt in einem klimatisierten Minivan, der uns mithilfe einer Autofähre von Ko Lanta auf das Festland bringt, in nordöstlicher Richtung zur anderen Küste fährt, von wo wir auf die Insel Ko Samui gelangen sollen. Abfahrt um erschreckende 07:00 Uhr in der Früh, versprochene Ankunft schon um 14:30 auf Ko Samui. Da sind wir aber doch sehr gespannt...

Fazit Tage 24/25/26:

Auf dieser Reise kann man auch braun werden.

Was haben wir gelernt? Wie Kokosnüsse gepflückt werden. Man nehme einfach einen der kleinen, leichtgewichtigen und vor allen Dingen geschickten (!) Mitarbeiter aus dem Restaurant und lässt ihn mit bloßen Händen und bloßen Füßen eine min. 10m hohe Kokospalme hochklettern. In der Baumspitze angekommen tritt er reihenweise gegen alle Kokosnüsse, die auf der Rasenfläche vor dem Restaurant zu Boden fallen, aufgesammelt, geköpft und mit einem Strohhalm versehen an die umstehenden Gäste verteilt werden. Und wie kommt der geschickte Mitarbeiter wieder runter? So wie er hoch gekommen ist. Er rutscht einfach mit bloßen Händen und bloßen Füßen an der Kokospalme herunter.



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